Der Schrei riss uns aus dem Schlaf ...
Er klang so fürchterlich, dass ich aufsprang und zur Terrassentür lief. Mein Spiegelbild zeigte mir, dass ich Ich hatte mich gerade ein wenig gedreht und die Lefzen probehalber angehoben, um die bedrohliche Wirkung genauer zu betrachten, die ich zweifellos auf jeden Angreifer gehabt hätte, da hörte ich Maxi leise weinen
Natürlich, die Kleine fürchtete sich! Ich hatte Verständnis für ihre Furcht
Die Nacht war warm, deshalb stand die Terrassentür einen Spalt weit offen. Ich drückte sie mit der Schnauze ganz auf und lief durch meinen Garten bis zu dem gut verborgenen Loch im Zaun. Maxi folgte mir. Wir überquerten die Brücke über den Bach, in dem ich so gerne ein Schlammbad nehme, rannten quer über die Wiese und suchten an deren Ende atemlos in dem kleinen Gebüsch Deckung, das sich
Aus dem Augenwinkel konnte ich erkennen, dass Maxi mich verwundert ansah. Sie wäre wohl am Liebsten sofort weiterglaufen. Unter ihren Vorfahren gab es berühmte Schäferhunde, das hatte sie mir gestern erzählt, und in der Hundeschule habe ich gelernt, dass diese Hüter ganz anders arbeiten als wir. In meiner Klasse waren drei australische Geschwister, die reine Pest, kann ich euch sagen. Sie gingen immer geduckt (Maxi tut das natürlich nicht!) und wollten uns in ein Rudel scheuchen. Einer hat sogar einmal in meinen Hinterlauf gebissen. Mit denen bin ich fertig, das kann ich euch sagen!
Aber zurück zur Wollhundwiese. Ich bin ein Jagdhund und natürlicherweise außerordentlich talentiert im Vorstehen. Dabei verharre ich ohne Laut zu geben in der Bewegung, hebe meinen Vorderlauf und winkeln diesen an. So beschreibt das zumindest mein Frauchen und sie klingt stolz dabei. Maxi schien es ungewöhnlich zu finden, aber ich konnte ihre interessierten Blicke trotzdem deutlich spüren. Doch was jetzt? Ich bin ja kein Jäger. Ich finde die Beute. Aufscheuchen müsste ein Grünmensch sie selbst, das wäre nicht mein Job. Grünmenschen mögen mich, ich mag sie aber nicht. Wir
Die anderen Jagdhunde tun zwar so, als würden sie mich verachten, weil ich nicht ausgebildet bin, aber insgeheim beneiden sie mich um meine Familie. Tote Enten habe ich zwar noch nie aus dem See apportiert, aber Hühner liegen mir gut im Maul. Meine Schwester Cara hat auch Grünmenschen, aber die sind nett. Meine Mutter wohnt auch dort und wir waren als Kinder sehr glücklich bei ihnen ...
Während ich euch das erzähle, lasse ich natürlich die Wollhundwiese nicht aus den Augen. Ein Mensch, ob nun grün, bunt oder anders, war nicht zu spüren. Maxi wurde schon ungeduldig und deshalb rannten wir rüber zum Zaun, wo der Anführer der Wollhunde schon auf uns wartete. Und ihr werdet es nicht glauben, er beherrschte unsere Sprache, wenn auch mir diesem australischen Akzent, der so unangenehme Jugenderinnerungen in mir weckt.
Herzliche Grüße
Gordon
P. S.
Wir sind dann mal
Darklady - 5. Okt, 08:00





















