Leseprobe "Verlangen" 2
Nancy-Amber schwieg. Sie lehnte sich zurück und sah über Lizas Kopf hinweg auf das fleckige Poster hinter ihr an der Wand. Es zeigte den Mount Pik im Schnee. Ein paar Vögel kreisten über seinem Gipfel.
„Was soll das?“ Ambers Stimme klang so entspannt und gelassen, dass Liza zunächst glaubte, sie wollte einfach nur ein wenig plaudern. „Was wollen Sie wirklich von mir? Es ist doch ein Leichtes für Sie, diesen Mann selbst umzubringen. Weshalb bringen Sie mich ins Spiel?“
Liza schluckte heftig. Kleine Schweißperlchen standen plötzlich auf ihrer Stirn. „Weil, weil, weil ...“ Sie verhaspelte sich völlig und fing noch einmal von vorne an. „Weil der verdammte Kerl einfach nicht verreckt!“ Sie beugte sich vor und fuhr mit noch leiserer Stimme fort: „Ich habe es versucht, ehrlich. Ich dachte, wenn ich ihn beim Sex nur richtig rannehme, wird er schon mittendrin den Löffel abgeben. Aber er hat bisher alle Praktiken überlebt.“
Mit zitternden Fingern holte sie eine Zigarette aus ihrer Handtasche und zündete sie an.
„Miss – Nancy – ich meine, es ist doch wirklich unnatürlich, dass ein Mann in Victors Alter solche Spielchen übersteht!“ Sie inhalierte tief und stieß den Rauch wieder aus. „Hören Sie, ich brauche nur etwas, was ihn alle macht. Den Rest erledige ich selber.“
Amber nickte. Wieder versank sie in Schweigen, den Blick auf einen alten Mann gerichtet, der gerade an einem der Automaten seine Sozialhilfe verzockte.
„Weiß jemand von den sexuellen Ausschweifungen Ihres Gatten?“, fragte sie schließlich.
Liza nickte. „Die halbe Stadt.“ Sie stieß ein bitter klingendes Lachen aus. „Er gibt damit vor allen Leuten an, ob sie’s hören wollen oder nicht.“
Nancy-Amber nickte nachdenklich. „Dann würde es also niemanden wundern, wenn Ihr Gatte bei der Ausübung seiner ehelichen Pflichten das Zeitliche segnet?“
„Nee, darauf wartet die halbe Stadt.“ Liza kicherte ärgerlich. „Nur leider tut er’s nicht. Im Gegenteil, der will immer mehr, immer heißere Spiele.“
Nancy-Amber nickte erneut. Eine Weile dachte sie schweigend über das Gehörte nach, dann blickte sie auf und sah Liza eindringlich an.
„Welche Spielzeuge und Hilfsmittel benutzen Sie und welche davon schätzt Ihr Mann besonders?“, wollte sie wissen.
Liza lachte erneut auf. „Manches Kind hat nicht so viel Spielzeug wie wir“, spottete sie. „Victor kauft laufend Neues. Er kann gar nicht genug kriegen von diesen Gummi- und Lederfummeln und seinen Bonbons und Cremes.“
„Viagra und Gleitcremes“, konkretisierte Liza, als sie Nancy-Ambers leicht konsterniert gehobene Augenbraue gewahrte. „Er verbraucht das Zeug kiloweise. Andere Männer mit seiner Konstitution wären daran schon gestorben, aber meiner kann Viagra futtern wie Gummibärchen, und es macht ihm nichts aus.“
Nancy-Amber beugte sich über ihren Timer und kritzelte etwas hinein, das Liza nicht entziffern konnte, klappte ihn zu und erhob sich ohne Vorankündigung.
„Wir treffen uns morgen um dieselbe Zeit hier“, erklärte sie der jungen, geplagten Ehefrau. „Bringen Sie mir eine Tube dieser Cremes mit, die Sie für Ihren Gatten benutzen. Meinen Preis dafür kennen Sie ja. Ich erwarte ihn cash bei der Übergabe.“
Liza atmete auf. „Dann helfen Sie mir also? Mann, danke! Sie können sich gar nicht vorstellen, wie froh ich bin!“
„Die Sache kostet Sie zweihunderttausend Dollar“, erwiderte Nancy-Amber kühl. Sie erhob sich. „Wir sehen uns morgen Nachmittag Ecke Livingstone-Palmer. Hier.“ Bevor Liza reagieren konnte, hatte Amber ihr eine zusammengerollte Stofftasche in die Hand gedrückt. „Tun Sie die Tube da hinein. Guten Tag.“
Damit verließ sie die schummrige Kneipe, ohne sich nach Liza umzusehen, die ihr staunend hinterherstarrte...
„Was soll das?“ Ambers Stimme klang so entspannt und gelassen, dass Liza zunächst glaubte, sie wollte einfach nur ein wenig plaudern. „Was wollen Sie wirklich von mir? Es ist doch ein Leichtes für Sie, diesen Mann selbst umzubringen. Weshalb bringen Sie mich ins Spiel?“
Liza schluckte heftig. Kleine Schweißperlchen standen plötzlich auf ihrer Stirn. „Weil, weil, weil ...“ Sie verhaspelte sich völlig und fing noch einmal von vorne an. „Weil der verdammte Kerl einfach nicht verreckt!“ Sie beugte sich vor und fuhr mit noch leiserer Stimme fort: „Ich habe es versucht, ehrlich. Ich dachte, wenn ich ihn beim Sex nur richtig rannehme, wird er schon mittendrin den Löffel abgeben. Aber er hat bisher alle Praktiken überlebt.“
Mit zitternden Fingern holte sie eine Zigarette aus ihrer Handtasche und zündete sie an.
„Miss – Nancy – ich meine, es ist doch wirklich unnatürlich, dass ein Mann in Victors Alter solche Spielchen übersteht!“ Sie inhalierte tief und stieß den Rauch wieder aus. „Hören Sie, ich brauche nur etwas, was ihn alle macht. Den Rest erledige ich selber.“
Amber nickte. Wieder versank sie in Schweigen, den Blick auf einen alten Mann gerichtet, der gerade an einem der Automaten seine Sozialhilfe verzockte.
„Weiß jemand von den sexuellen Ausschweifungen Ihres Gatten?“, fragte sie schließlich.
Liza nickte. „Die halbe Stadt.“ Sie stieß ein bitter klingendes Lachen aus. „Er gibt damit vor allen Leuten an, ob sie’s hören wollen oder nicht.“
Nancy-Amber nickte nachdenklich. „Dann würde es also niemanden wundern, wenn Ihr Gatte bei der Ausübung seiner ehelichen Pflichten das Zeitliche segnet?“
„Nee, darauf wartet die halbe Stadt.“ Liza kicherte ärgerlich. „Nur leider tut er’s nicht. Im Gegenteil, der will immer mehr, immer heißere Spiele.“
Nancy-Amber nickte erneut. Eine Weile dachte sie schweigend über das Gehörte nach, dann blickte sie auf und sah Liza eindringlich an.
„Welche Spielzeuge und Hilfsmittel benutzen Sie und welche davon schätzt Ihr Mann besonders?“, wollte sie wissen.
Liza lachte erneut auf. „Manches Kind hat nicht so viel Spielzeug wie wir“, spottete sie. „Victor kauft laufend Neues. Er kann gar nicht genug kriegen von diesen Gummi- und Lederfummeln und seinen Bonbons und Cremes.“
„Viagra und Gleitcremes“, konkretisierte Liza, als sie Nancy-Ambers leicht konsterniert gehobene Augenbraue gewahrte. „Er verbraucht das Zeug kiloweise. Andere Männer mit seiner Konstitution wären daran schon gestorben, aber meiner kann Viagra futtern wie Gummibärchen, und es macht ihm nichts aus.“
Nancy-Amber beugte sich über ihren Timer und kritzelte etwas hinein, das Liza nicht entziffern konnte, klappte ihn zu und erhob sich ohne Vorankündigung.
„Wir treffen uns morgen um dieselbe Zeit hier“, erklärte sie der jungen, geplagten Ehefrau. „Bringen Sie mir eine Tube dieser Cremes mit, die Sie für Ihren Gatten benutzen. Meinen Preis dafür kennen Sie ja. Ich erwarte ihn cash bei der Übergabe.“
Liza atmete auf. „Dann helfen Sie mir also? Mann, danke! Sie können sich gar nicht vorstellen, wie froh ich bin!“
„Die Sache kostet Sie zweihunderttausend Dollar“, erwiderte Nancy-Amber kühl. Sie erhob sich. „Wir sehen uns morgen Nachmittag Ecke Livingstone-Palmer. Hier.“ Bevor Liza reagieren konnte, hatte Amber ihr eine zusammengerollte Stofftasche in die Hand gedrückt. „Tun Sie die Tube da hinein. Guten Tag.“
Damit verließ sie die schummrige Kneipe, ohne sich nach Liza umzusehen, die ihr staunend hinterherstarrte...
Darklady - 1. Apr, 20:00
























Verdammt ruhih hier
Meldet euch!