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Montag, 6. Juli 2009

Maxi & Gordon und der unheimlich gemeine Schafsmörder

Hallo Ihr Lieben!


Also, am Anfang habe ich ja geglaubt, dass ich es hier keine 48 Stunden aushalte. Dieser Gordon hat sich scheußlich affektiert aufgeführt. Hat mit seinem blöden „von“ im Namen angegeben, von wegen, er sei adligen Geblüts – pah! Aber dann hat er sich irgendwie geändert und jetzt ist er sogar manchmal – ach, eigentlich meistens - richtig nett.
Er ist tatsächlich sehr klug und er hat mir seine Buddelstelle gezeigt und so ein komisches Tier, das „Maulwurf“ heißt. Dann waren wir bei den Hühnern, die wohnen bei ihm direkt nebenan. Ist nur ein Zaun dazwischen, aber da kann man sich locker durchgraben. Leider waren sie im Stall, aber morgen früh kommen sie raus und dann gehen wir noch mal hin.
Toll gespielt haben wir auch. Gordon ist sehr schnell und bewegt sich dabei sehr elegant. Wenn dann sein wunderschönes, glänzendes Fell so fliegt und seine langen Ohren dazu – ach, das ist schon ein Anblick, der eine Dame schwach werden lässt. Na ja, mit seinem Frauchen gab’s kurz Zoff, weil wir anschließend durch Haus getobt sind...
Mein Frauchen war auch nicht gut gelaunt...
Aber, nachher sind wir trotzdem lange spazieren gegangen. Die Gegend ist wirklich schön hier. Und alles riecht so ganz anders als bei uns zu Hause. Und die haben hier auch Tiere, die ich noch nie gesehen habe. Ich meine, Kühe und Pferde kenne ich ja, Gordon meinte, vor den Pferden sollte ich mich in acht nehmen. Die würden gerne treten. Ich hab ein bisschen ängstlich getan, das hat ihm gefallen und er hat gleich den Beschützer gespielt und sich mutig zwischen das eine Pferd und mich gestellt. Aber diese komischen Tiere, die da auf der Wiese – auf Gordons Wiese – standen, die sahen wirklich merkwürdig aus. Gordon sagt, das seien Wollhunde. Mhmm, also, wie Bellen hörte sich das nicht an, was sie sagten, aber Gordon meinte, das kommt davon, weil sie von ganz weit weg herkommen. Er weiß das, weil er, oder besser seine Familie, auch von ganz weit weg herkommt. Na ja, ich muss zugeben, er ist wirklich sehr klug. Ich komme mir neben ihm direkt ein bisschen bauernhofhundig vor. Wie Lucky, der nie von seinem Bauernhof runterkommt und Tag und Nacht und bei Wind und Wetter draußen angebunden ist. Deshalb bellt er immer wie ein ganz böser Hund wenn ich an seinem Hoftor vorbeigehe. Aber ich weiß genau, dass er in Wirklichkeit nur traurig ist.
Gordon ist nicht traurig. Er ist sogar sehr lustig, viel lustiger als Lucky oder sogar als mein bester Freund Luke. Ja, und – ganz ehrlich, so unter uns gesagt - es ist irgendwie auch sehr angenehm, einen klugen und mutigen Begleiter neben sich zu haben, der einem alles erklären kann.
Er hat die Wollhunde angebellt und ich habe ein bisschen geknurrt, damit sie wissen, wer hier das Sagen hat – schließlich standen sie auf Gordons Wiese herum. Aber das hat die Wollhunde nicht gestört. Die haben nur Gras gefressen und so getan, als ob sie uns gar nicht sehen oder hören würden.
Ich hätte sie ja gerne ein bisschen gejagt, da hätten sie bestimmt aufgehört, Gras zu fressen. Aber wie immer, wenn ich an solche Sachen denke, hat Frauchen mich an die Leine genommen und Gordon musste auch an die Leine und dann sind wir nach Hause gegangen. Da gab es dann endlich Futta, Gordon hat sogar erlaubt, dass ich, als er mit futtan fertig war, seine Schale auslecke, dafür durfte er das dann auch bei meiner machen und dann haben wir uns beide ausgeruht, Gordon in meinem Schlafkorb, den er so gerne mal ausprobieren wollte und ich auf seiner Decke. Die roch so gut nach ihm, da bin ich gleich eingeschlafen.
Als es drinnen und auch draußen schon ganz dunkel war, bin ich wieder aufgewacht. Ich wusste zuerst nicht, wo ich war und dann hat da auf einmal jemand ganz laut geschrien. Das klang schrecklich. Nein, schaurigfellsträubschrecklich! So schaurig schrecklich, dass ich zu Gordon in meinen Schlafkorb gekrochen bin.
„Ist alles gut“, hat er geflüstert. „Hier bei mir kann dir nichts passieren.“
Da war ich sehr froh. Einmal, weil Gordon auch aufgewacht ist und den Schrei gehört hat und zweitens, weil ich mich an ihn kuscheln durfte. Das fühlte sich so schön sicher an. Wir haben dann noch eine Weile gelauscht, aber als alles still blieb, sind wir beide wieder eingeschlafen.
Jetzt bin ich gespannt, ob wir herausfinden, wer da geschrien hat und warum. Gordon will nachher mit mir Suchen gehen. Das wird spannend.
Ich will noch lange nicht nach Hause!
Ednor Mier, aka Edna Schuchardt, Edna Meare, Sara Jonas, Lydia Vormsteeg, Rhonda Freeman,

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