Anscheinend will uns der Wettergott mal wieder einen Strich durch die Wochenend-Rechnung machen. Deshalb hier zwei Spielvorschläge, mit denen ihr euch und euren Lieben ein bisschen die Zeit vertreiben könnt:
Das Was-Wäre-Wenn-Spiel. Der Spielleiter denkt sich eine Situation aus und die Mitspieler malen sie aus.
Zum Beispiel: Was wäre, wenn ich eine Million gewinnen würde... Ihr werdet euch wundern, welche Ideen da zusammenkommen und vor allem, wie unterschiedlich sie sind!
Für das zweite Spiel braucht ihr eine Zeitungsnotiz. Irgendwas aus dem Polizeibericht oder aus der Welt der Reichen und Schönen. Jeder Mitspieler bekommt dieselbe Notiz als Ausgangspunkt. Dann muss jeder Spieler innerhalb einer festgelegten Zeit eine Geschichte dazu erfinden und aufschreiben (Stichworte genügen). Wenn die Zeit um ist, muss jeder reihum seine Story vortragen. Anschließend können die Teilnehmer den Sieger küren oder ihr stellt vor Spielbeginn eine Jury zusammen, die die beste Story auswählt.
Ihr werdet staunen, wie unterschiedlich die Ministorys ausfallen.
Nun, hoffen wir mal ganz fest, dass wir die Spiele nicht brauchen und das Wochende doch in der Sonne verbringen dürfen:-)
Darklady - 15. Mai, 12:35
Bei Regenwetter ist es aber auch auf dem heimischen Sofa mit einem Buch vor der Nase schön!!!:-)
Darklady - 15. Mai, 12:33

Wer möchte, kann über
Amazon schon mal in das erste Kapitel reinlesen...
Darklady - 14. Mai, 17:41
Das Arbeitsexposé, also das Gerüst für den neuen Roman, steht. Ein paar Szenen sind auch schon fertig. Aber jetzt beginnt die eigentliche Arbeit an "Gierig". Zuvor brauche ich noch ein paar Informationen von meiner Apotheke. Die sind dort alle immer sehr nett und hilfsbereit und begrüßen mich oft schon mit der Frage: Na, Frau Mier, wen wollen Sie diesmal umbringen?
Im neuen Romanl werden es einige sein. Heimtückische Morde im Krankenhaus...Verdächtig sind eine ganze Menge Leute: die geheimnisvolle Domina, der ehrgeizige und dauergeile Herzspezialist, die stille Oberärztin... Nun, jetzt muss ich erst mal wissen, wie man Menschen ohne großes Aufsehen um die Ecke bringt. Mal sehen, was den Apothekern dazu einfällt:-)
Darklady - 14. Mai, 11:25
Für alle, die sich wundern, weshalb heute kein neuer Artikel erschienen ist: ICH HABE MEGASCHLECHTE LAUNE und weder Lust zum Schreiben noch zu sonst was. Ich will nur nölen und meine Laune an irgendetwas austoben. Blöderweise gehen mir alle aus dem Weg *grrrr*. Selbst die ultrablöde Bauersfrau von nebenan, die sonst immer auf Krawall aus ist und den ganzen Tag herumblökt, lässt sich nicht sehen. Schade...*messer-und-zähne-wetz*

Darklady - 13. Mai, 18:22
Ab sofort stehen einige meiner Leseproben zum Downloaden bereit.
Janusliebe2 (rtf, 21 KB) Wenn Liebe zur Besessenheit wird. - Erotik-Krimi (S/M,Vanilla) - Als Carry sich in den etwas schrulligen Lawrence verliebt, zieht sie den Hass einer geheimnisvollen Person auf sich, die nur noch eins im Sinn hat: Carry muss sterben.
Oma-fuers-Grobe-Leseprobe1 (rtf, 37 KB) Liebesroman, 262 Seiten - Karin ist rundherum zufrieden. Die Kinder sind erwachsen und aus dem Haus, jetzt beginnt für sie und ihren Frank ein neuer aufregender Lebensabschnitt - glaubt sie. Aber das Schicksal scheint andere Pläne zu haben: Ihre Tochter will unbedingt ihr Baby bei ihr abladen (ich will schließlich keine langweilige Hausfrau werden, wie du Mama!), ihr Mann Frank hat sich in eine Jüngere verliebt und ihre Schwiegermutter will mit aller Gewalt bei ihnen einziehen. Karin beginnt sich zu wehren und stößt überall auf Unverständnis.
(Das vollständige Manuskript ist gegen eine Gebühr von 3.-€ unter pegasus@ednor-mier.de erhältlich. Kein Umtausch, keine Rückgabe!)
Verlangen1 (rtf, 38 KB) Erotikroman (S/M, Vanilla, Menage a trois, Bi) - Scott ist der rassigen Amber total verfallen. Als er versucht, sie an sich zu binden, kostet ihn das beinahe das Leben, denn er ahnt nicht, dass er sich in eine Auftragskillerin verliebt hat.
Weihnachtsliebe-Leseprobe (rtf, 22 KB) Liebesroman, 42 Seiten - Ausgerechnet am Polterabend erwischt Sylvia ihren Verlobten mit ihrer Schwester in flagranti. Sie flüchtet Hals über Kopf nach Gran Canaria. Auf dem Flug lernt sie die temperamentvolle Ellen kennen, die ihren Freund ebenso unvermittelt verlassen hat. Die beiden beschließen, die wenigen Weihnachts-Urlaubstage zu genießen. Ihr Motto: Flirten ja, aber richtig verlieben - nie mehr. Aber kaum in Playa de Ingles angekommen, laufen ihnen die Brüder Lars und Robin über den Weg und das Gelübde der Freundinnen beginnt zu wanken.
(Das vollständige Manuskript ist gegen eine Gebühr von 3.-€ unter pegasus@ednor-mier.de erhältlich Kein Umtausch, keine Rückgabe!)
Darklady - 12. Mai, 12:00
- JANUSLIEBE - erschienen im ubooks-verlag
...SIE wollte ihrem Prinzen eine wunderbare Frau sein. Er sollte bei ihr nichts vermissen. Dafür würde sie alles tun, egal, wie viel Kraft es sie kostete.
Mit einem zufriedenen Seufzer ließ er sich in seinen Stuhl zurückfallen. Sie glitt von ihrem Sitz und kam zu ihm.
«Und was möchtest du jetzt?», fragte sie ihn, gefangen vom Blick seiner blauen Augen, die sie liebevoll ansahen.
«Eine kleine Entspannungsmassage, bitte.» Ein Lächeln glitt über seine schönen Züge. Der Schein der Deckenlampe ließ sein beinahe schwarzes Haar wie Rabengefieder glänzen.
Die Farbe seiner Augen veränderte sich, während er zusah, wie sie den Hauch von Spitzen von ihren Schultern gleiten ließ. Dann kniete sie sich zwischen seine gespreizten Beine und öffnete den Reißverschluss seiner Hose. Sein Schwanz hatte sich bereits voller Stolz erhoben. Sanft befreite sie ihn aus seinem Gefängnis und betrachtete liebevoll die glänzende Spitze.
Er seufzte wohlig, als er ihre Finger an seiner Erektion spürte. Die Augen geschlossen, legte er den Kopf in den Nacken, während sie begann, den Penis zu streicheln und zu kitzeln, bis er vor Freude zuckte und ganz prall und hart wurde. Voller Zärtlichkeit ließ sie ihre Zungenspitze auf der glänzenden Eichel tanzen, schob sie in den kleinen Schlitz und ließ sie dann um den hochempfindlichen Kranz wandern, der Eichel und Schaft miteinander verband.
Sein leises Stöhnen sagte ihr, wie sehr er ihre Massage genoss. Um ihm noch mehr Freude zu bereiten, umfasste sie seinen Hodensack, rieb und streichelte ihn, ohne dabei das Spiel ihrer Zunge zu unterbrechen.
Schon schmeckte sie das süßliche Gout seines Wehmutstropfens auf ihren Lippen, der den nahenden Orgasmus ankündigte. Rasch, um seine Freude noch ein wenig zu erhalten, ließ sie seinen Penis los und widmete sich seinen kleinen, harten, steil aufgerichteten Brustwarzen. Er stöhnte glücklich, als ihre Fingernägel daran kratzten, die Warzen kitzelten und ihre Zähne daran nagten...
Darklady - 12. Mai, 00:32
Mit der Romantriologie "Die Wanderhure" wurde für Iny Lorenz' der Traum wahr, den alle Autoren träumen: Einmal einen Bestseller schreiben! Das Autorenpaar hat es geschafft, sie haben nicht nur einen sondern inzwischen zahlreiche Bestseller geschrieben und so eine Fangemeinde hinter sich versammelt, die quasi nägelkauend vor Ungeduld auf das neue Buch warten.
Unser Treffen findet wegen des schönen Wetters auf der Terrasse des Autorenduos statt. Bei Kaffee und Kuchen stellen sich die beiden meinen Fragen nach ihrem Berufsleben.
Darklady: Iny, Elmar, ich weiß, diese Frage ist euch schon x-mal gestellt worden, aber die LeserInnen auf meinem Blog bitten euch, sie trotzdem zu beantworten. Wie arbeitet man als Autorenduo gemeinsam an einem Roman. Habt ihr genau umgrenzte Arbeitsgebiete, z. B. der eine schreibt die Dialoge, der andere übernimmt die Handlung oder sieht die Zusammenarbeit ganz anders aus?
Iny Lorenz: Ideen entwickeln wir meist gemeinsam und suchen auch den entsprechenden geschichtlichen und lokalen Hintergrund in trauter Zweisamkeit aus. Die Recherchen werden größtenteils von Elmar gemacht, aber von uns beiden immer wieder durchgesprochen. Während dieser Zeit schreiben wir das Exposé und legen es unserer Agentin vor. Diese kennt den Buchmarkt und weiß, ob wir diese Idee gerade zu diesem Zeitpunkt ausführen, oder lieber doch eine andere wählen sollten.
Sobald Elmar bei seinen Recherchen einen gewissen Stand erreicht hat, beginnt er mit dem Rohtext. Dieser entsteht in enger Abstimmung mit Iny. Elmar überarbeitet seinen Text noch einmal auf deren Kritik hin, beseitigt Längen, vertieft einzelne Handelsstränge, und übergibt dann den Roman an Iny. Diese feilt und poliert in etlichen Arbeitsgängen das Manuskript aus, beseitigt logische Fehler und sorgt für eine flüssige und gut lesbare Sprache. Elmar ist in jedem Arbeitsgang als Testleser mit eingebunden und gibt Tipps, was noch verbessert werden könnte.
Danach geht das Manuskript zunächst an unsere Agenturlektorin, die meist noch ein paar kleine Fehler findet, und dann weiter an den Verlag.
Darklady: Die zweite Frage, die auf dem Blog gestellt wurde ist: Wie verkraftet ihr euren Ruhm? Sicher werden ja nun von Verlagsseite Erfolgsgarantien von euch erwartet a la jeder Iny Lorenz muss ein Bestseller werden. Und beobachtet ihr genauso zitternd die Rankings eurer Bücher zum Beispiel bei Amazon oder im Stern?
Iny Lorenz: Der Begriff Ruhm ist relativ. Man weiß in Verlagskreisen wer wir sind, aber wir können immer noch unerkannt ein Buchgeschäft betreten und uns dort umsehen. Auch auf der Straße dreht sich keiner nach uns um. Im Grunde führen wir ein normales Leben wie Millionen anderer Leute in diesem Land.
Da wir versuchen, über unterschiedliche Zeiten und Themen zu schreiben, müssen wir immer damit rechnen, dass mal ein Buch nicht so einschlägt wie die anderen. Daher beobachten wir zwar unsere Rankings, zittern aber gewiss nicht dabei. Wir freuen uns, wenn die Bücher gut stehen, aber wir wissen, das Historische Romane normalerweise Longseller sind und keine Bestseller. Wir schauen einfach zu, wie sich unsere Bücher machen und sind stolz, dass unser erstes, die Kastratin, immer noch im Buchhandel zu finden ist. Dieses Buch war nie auf irgendwelchen Seller-Listen, hat aber mit sechsstelligen Auflagenzahlen manchen Bestseller hinter sich gelassen.
Darklady: Heute denke ich, bekommt ihr keine Absagebriefe mehr. Aber ich denke mal, dass euch diese "Ihr Manus passt leider nicht in unser Programm" Formbriefe auch bekannt sind. Wie seid ihr mit diesen ich nenne es jetzt mal "Misserfolgen" umgegangen?
Iny Lorenz: Wir bekommen durchaus noch Absagen, wenn z.B. ein Roman nicht ins Verlagsprogramm passt oder nicht dem persönlichen Geschmack des Lektors oder der Lektorin entspricht. Es ist für unsere Agentin inzwischen allerdings leichter, einen anderen Verlag zu finden, für den das jeweilige Manuskript geeignet ist.
Absagen haben uns niemals abgeschreckt, denn wir waren immer der festen Überzeugung, dass wir es einmal schaffen würden. Die Frage war nur wann. Auch wenn ein Roman von verschiedenen Verlagen abgelehnt wurde, haben wir nie aufgehört zu schreiben. Den Durchbruch aber haben wir erst geschafft, seit wir von einer Agentur vertreten werden. Ein Agent oder eine Agentin kennen die Verlage und wissen, wo sie sie einen Roman mit der größten Aussicht auf Erfolg anbieten können.
Darklady: Was würdet ihr einem Neu-Autoren raten, der mit Liebe und Leidenschaft schreibt, aber immer wieder nur Absagen erhält?
Iny Lorenz: Das Wichtigste ist, nicht aufzugeben, sondern weiterzuschreiben, auch wenn es Absagen nur so hagelt. Allerdings würden wir jedem Jungautoren raten, sich an eine seriöse Literaturagentur zu wenden. Ein Agent oder eine Agentin können am ehesten erkennen, ob ein Autor das nötige Potential besitzt. Allerdings sollte man sich auch hier nicht auf ein Urteil verlassen. Das einen Uhl kann durchaus des anderen Nachtigall sein. Uns ist es jedenfalls so ergangen.
Darklady: Die meisten Leute haben ja eine sehr romantische Vorstellung vom Autorenberuf. Etwa derart, dass Erfolgsautoren alle Villen in Südfrankreich, Spanien, auf Malle usw. besitzen, sich dort in der Sonne aalen, Cocktails schlürfen, auf ihren Millionenschweren Honorarscheck warten und nur schreiben, wenn sie Geld brauchen. Wärt ihr bereit, den LeserInnen einen kleinen Einblick in euer Autorenleben zu geben?
Iny Lorenz: Es mag Autoren geben, die es sich in der Provence, in Spanien oder anderen schönen Weltgegenden gut gehen lassen. Allerdings leben diese dort entweder aus anderen Gründen oder hatten über einen sehr langen Zeitraum ungewöhnlich große Erfolge einschließlich Verfilmungen aufzuweisen. Davon sind wir weit entfernt. Zumindest hat uns noch niemand einen millionenschweren Honorarscheck angeboten.
Wir sind froh, wenigstens im Augenblick sorgenfrei leben und uns ganz dem Schreiben widmen zu können. Das Zauberwort dafür heißt allerdings Disziplin. Wir sitzen jeden Tag mindestens sechs bis zehn Stunden am Computer, um zu schreiben, zu überarbeiten, zu recherchieren und unsere Korrespondenz per Email zu erledigen. An den Wochenenden wird ebenfalls gearbeitet, um Fehlzeiten, die durch Veranstaltungen oder auch Fahrten zur Agentur verloren gehen, wieder einzuholen.
Darlady: Ich danke euch im Namen aller Blogleser für das Interview.
Darklady - 10. Mai, 10:00
Jetzt habe ich mich endlich nach Wochen zwischen Haushalt, Hundeausführen, Gartenarbeit und PC hin und her rennend dazu aufgerappelt mal in die Stadt zu gehen (Idstein hat eine sehr schöne Altstadt). Eigentlich wollte ich mir eine neue Sonnenbrille machen lassen und ein paar T-Shirts einkaufen. Aber die Lust daran ist mir vergangen. Ehrlich, mir sind nur blöde Leute begegnet. Das fing schon auf unserer Straße an. Ich habe momentan den Hund unserer Tochter in Pflege, ein Gebrauchttier, das schon jede Menge (doofe) Vorbesitzer hatte und der kackt leider überall hin, weil es ihm niemand anders beigebracht hat. Ich ziehe mein Tütchen aus der Tasche, da steht gleich so ein Greis vor mir, der sich mächtig aufbläst. Er hatte Muttchen im Schlepptau und wollte ihr wohl zeigen, was für ein toller Kerl er (trotz seines schrumpeligen Piephahns) noch ist. Macht mich also gleich an, von wegen, dass das eine Sauerei sei und alle Hunde sowieso erschossen werden sollten. Der hat so rumgetönt, dass ich ihm schließlich die Tüte mit der Hundekacke ist Gesicht geschmissen habe und weitergegangen bin. Da hat er natürlich noch mehr getobt, aber nachgelaufen ist er mir nicht (mhmm vielleicht kriege ich demnächst eine Anzeige...aber egal, das war es mir wert!).
In der Stadt lief mir dann eine Nachbarin über den Weg, die ich überhaupt nicht leiden kann. Das ist so eine Babydoll-Lolita-Kichertussi: Immer fein herausgeputzt mit Röckchen und Blüschen, Stilettos eine Nummer zu klein, perfektes Make-up, perfekte Frisur, Russennuttenfingernägel und rotes Kussmündchen. Eine, die für alles zu fein und zu schwach ist. So kraftlos, dass sie nur ein winziges Handtäschchen mit sich herumtragen kann und der alle Männer sofort beispringen, wenn böse Megären wie ich ihr auf die süßen Guccischühchen treten. Ich hoffe zwar noch mit einem raschen "Hallo" an ihr vorbeizukommen, aber nix da. Sie quatscht mich an. "Na, sind Sie jetzt unter die Hundesitter gegangen?" Und dann legt sie los, lächelnd mit spitzem Mündchen, dass sie und ihr Freund über Pfingsten nach Malle fliegen und ob ich ihr nicht mein neues Buch und ein paar Heftis geben könnte. Kaufen will sie sich solche Schundromane ja nicht, aber für den Strand wären die ideal. "Da kommt's ja nicht so drauf an, wenn sie schmutzig oder nass werden." He, was soll das? Habe ich "Nervt mich bitte!" auf die Stirn tätowiert?
Als Krönung kommt dann noch - ich bin Tussi gerade los - Ilka an. Ilka leidet an Verbaldiarrhö, außerdem ist sie anhänglich wie ein frischer Fliegenfänger. Sie muss mir unbedingt von ihrem Ex erzählen, der sich nach 25 Jahren Ehe mit ihr nur noch Ruhe gewünscht hat und deshalb ausgezogen ist. Die Scheidung läuft gerade, der Mistkerl will nicht zahlen, jedenfalls nicht so viel wie Ilka verlangt - blaahaha...
Mit ihr im Windschatten komme ich zum Optiker meines Vertrauens und - Kreisch! - ausgerechnet heute ist der Laden geschlossen. Ich könnte plärren vor Zorn. Zum Dank kackt Pflegehundi noch vor die Optiker-Ladentür, eine Passantin mäkelt "Also, das muss ja nun wirklich nicht sein" und Ilka bemerkt hellsichtig: "Musst du wegmachen."
Ich habe es weg gemacht, habe Ilka gesagt, dass Sie eine schreckliche Nervensäge ist und ich ihren Ex-Rudi verstehen kann. Ihr Gequatsche würde sogar eine Buddha-Statue zum Ausrasten bringen und dann bin ich mit den Hunden nach Hause gegangen. Im Briefkasten fand ich eine Nachricht, dass mein Paket jetzt durchs Idsteinerland gekarrt wird weil der Postbote es nicht abgeben konnte, ich es aber MORGEN, auf keinen Fall früher!, auf dem Postamt abholen kann. Leute, wenn das heute so weitergeht, dann laufe ich Amok!
Darklady - 9. Mai, 08:54
Gestern bin ich mal wieder gefragt worden, ob ich schon mal etwas von dem Verlag XXY gehört habe und wenn ja, was ich von ihm halte.
Bei der Fragerin handelt es sich um eine Dame, die mich sonst immer mit gerümpfter Nase betrachtet, weil ich ja "nur" Liebesromane schreibe. Ihr hochbegabter Sohn (14) hat nun einen Fantasy-Roman geschrieben, natürlich erste Sahne, die Familie vom Säugling bis zur Urahnin ist begeistert und nun soll das 455-Seitenwerk (was für einen 14jährigen in der Tat eine bemerkenswerte Leistung ist!) unbedingt zwischen festen Buchdeckeln dem geneigten Leser dargeboten werden. Die stolze Mutter hat das MS also XXY angeboten und der Verlag hat sich sofort bereit erklärt, es zu veröffentlichen.
"Sie sind begeistert!", schwärmt Mama und reicht mir würde- und bedeutungsvoll das Antwortschreiben des Verlags.
"Schön", antworte ich. "Aber Sie haben schon gesehen, dass XXY einen Druckkostenzuschuss in Höhe von 12.000€ verlangt?"
Die Mama nickt und liest vor: "...bieten wir unseren AutorInnen die Möglichkeit, ihre Buchprojekte in einem professionellen Umfeld zu realisieren. Zu unseren Dienstleistungen zählen u.a. Lektorat, Layout, Grafik, Druck..."
"Gut", sage ich. "Aber das tun andere Verlage auch und die verlangen keine Zuzahlung sondern zahlen ihren Autoren auch noch ein Honorar."
"Ja, aber doch erst nach der Veröffentlichung!"
"Also, ICH bekomme mein Honorar immer sofort nach Vertragsabschluss."
"Na ja, Sie schreiben ja auch nur solche Groschenhefte und das Erotikzeugs. Aber der Verlag hier...", Mama tippt stolz auf das Schreiben. "der veröffentlicht nur seriöse, gute Literatur und das kostet natürlich was. Das kann so ein Haus nicht alleine tragen."
"Schön", sage ich (verkneife mir ein Grinsen) "Wenn Sie das so sehen, dann nehmen Sie Ihr gutes Geld und werfen Sie es dem Verleger in den Rachen."
Die Dame wird mich weiterhin nicht grüßen, aber damit kann ich leben. Spätestens wenn ihr die Paketpost eine Kiste mit 1000 Roman-Exemplaren vor die Haustür stellt, mit dem Hinweis, dass sich die Familie selbst um den Verkauf der Bücher kümmern soll, wird sie vielleicht begreifen, dass man sie übers Ohr gehauen hat.
Wer unter euch schreibt und mit dem Gedanken spielt, sein MS einem Verlag anzubieten, hier ein Link zum Thema:
http://www.aktionsbuendnis-faire-verlage.com/web/
Darklady - 7. Mai, 12:45
Wir Autoren werden ja immer wieder gefragt, wie wir zu unseren Ideen kommen. Gerade habe ich zwei wunderbare Beispiele gefunden:
1: Rollstuhlfahrer überfällt Bank.
2: 17jährige, Geburt unter der Dusche.
Daraus kann man zwei tolle Romane bauen. Zuerst die Frage: Warum sitzt der Mann im Rollstuhl? Was mag ihm wohl passiert sein? Ist ein Unfall daran schuld oder eine Krankheit? Und weshalb kam er auf die Idee, eine Bank zu überfallen? War es Verzweiflung, der Drang auf seine Situation aufmerksam zu machen, Übermut, eine Wette...? Wir konstruieren uns also eine Vita, danach überlegen wir uns das Psychogramm des Protagonisten und schließlich entwickeln wir die Handlung. Das kann ein superspannendes Ding werden.
Die zweite Notiz wäre ein toller Aufhänger vielleicht für einen Jugendroman. Thema: Teenagerschwangerschaften. Das Mädchen hat die Schwangerschaft geheim gehalten. Außer ihrer besten Freundin wusste niemand davon, nicht mal der Freund. Oder es war so ein one-night-stand. Party, bekifft, schlimmer: eine Vergewaltigung? Erste große Liebe, nun setzt der Junge das Mädchen unter Druck. Oder sie waren beide leichtsinnig? Man könnte auch einen religiösen Hintergrund schaffen (Eltern sind streng gläubig). Die Eltern können es aber auch gewusst und das Mädchen aus Angst vor Gerede, in den letzten Monaten im Haus festgehalten haben. Auch hier gibt es also jede Menge Stoff, der letztlich zu einem spannenden Roman führen kann.
Vielleicht habt ihr ja Lust, es einmal selber auszuprobieren? Nehmt euch eine Zeitungsnotiz und versucht mal, eine komplexe Geschichte daraus zu machen. Ihr werdet staunen, auf welche Ideen ihr kommt!
Darklady - 4. Mai, 15:30